Hinderliche Erinnerungen auflösen


Jeder Mensch speichert im Laufe seines Lebens eine ganze Menge Erinnerungen ab. Viele sind positiv und wir lassen sie gerne wieder aufleben. Aber fast jeder hat auch Erlebnisse, die er nicht so gerne wieder hervorholt. Oft sind innere Bilder oder Filme aber auch Gespräche sehr deutlich und lebendig abgespeichert und beeinflussen in der Folge unser Fühlen, Denken und Handeln im Alltag.

 

Erinnerungen an eine Vergewaltigung beispielsweise oder auch "nur" das Niedergemacht werden vom Chef zeigen ihre Auswirkungen langfristig im Hier und Jetzt. Man meidet in der Folge bestimmte Situationen, reagiert über und versteht manchmal sein eigenes Verhalten nicht.

 

Genauso kann Geschlagen worden sein oder Eingesperrt worden sein als Kind das Selbstwertgefühl nachhaltig beeinflussen und Bindungsängste bewirken oder Platzangst auslösen.

 

All diese Geschehnisse sind eng mit Emotionen verknüpft. Manchem wird ganz heiß, wenn ihm das eine oder andere Erlebnis aus der Jugendzeit in den Sinn kommt, andere fangen an zu zittern oder zu weinen, wenn etwas "hoch kommt".

 

Und genau diese Verbindungen zu negativen Emotionen bedürfen der Auflösung.

Damit verliert das innere Bild in kürzester Zeit zunehmend an Kontur und Wichtigkeit bis hin zum Verschwinden. Positive Konsequenzen und Lerneffekte aus diesen damaligen Situationen bleiben erhalten.

 

Befreit von dieser Last geht es im Alltag wieder freudiger und freier voran. Man kann Situationen, andere Menschen und sich selbst wieder aus einem anderen Blickwinkel betrachten und unvoreingenommen sein weiteres Leben gestalten.


"Man soll die Dinge so nehmen, wie sie kommen.

Aber man sollte auch dafür sorgen, dass die Dinge so kommen, wie man sie nehmen möchte."

(Curt Goetz)